Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Schonungen

Willkommen beim Ortsverein Schonungen der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schweinfurt-Land

Vorsitzende

Thea Kupfer
Zehntstr. 9
97453 Schonungen
Tele.: 09721/59000
Mail: kupfer.mpg@t-online.de

Termine

Hier können Sie unsere Terminübersicht herunterladen:
Von links Helmut Endres (stell. Vorsitzende), Angelika Schmitt (Schriftführerin), Inge Schuhmann (Kassier), Thea Kupfer (Vorsitzende)

Die Arbeiterwohlfahrt in Schonungen.

Die AWO wurde im Jahr 1919 von Marie Juchacz gegründet. Sie wurde am 15.03.1879 als Kind einer Handwerkerfamilie geboren. Nach einer entbehrungsreichen Kindheit lernte sie als Jugendliche das harte Arbeitsleben kennen. 1906 ging sie nach Berlin als Alleinerziehende mit 2 Kindern, wo sie sich für das Frauenwahlrecht und für sozialdemokratische Ideen als kluge, redegewandte Frau einen Namen machte. 1913 wurde sie als Parteisekretärin nach Köln berufen. In der Notsituation der Versorgungsmisere des ersten Weltkrieges erwarb sie sich die Kompetenz, die im Dezember 1919 zur Gründung der AWO führte. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Marie Juchacz in den Reichstag gewählt, wo sie als erste Frau vor dem deutschen Parlament eine Rede hielt. Im Dez. bewegte sie den Parteiausschuss der SPD der Gründung der Arbeiterwohlfahrt zuzustimmen. Die Aktivitäten der frühen AWO war die Gründung einer Wohlfahrtsschule. Zur Finanzierung wurden Sammlungen durchgeführt. Man richtete Nähstuben und Suppenküchen ein und die ersten Heime wurden geschaffen.

Auch in Schonungen waren ab 1924 Mitglieder tätig, organisatorisch in Schweinfurt erfasst. Es waren: Leo Schmitt, Georg Freund, Hans Scherer, Georg Ragati, Georg Wetz, Wilhelm Bubeck, Franz Brünner und Kaspar Güthlein. Gut 150.000 ehrenamtliche Mitarbeiter konnte die AWO binnen 10J ahren in Deutschland gewinnen, als der Naziterror 1933 den Aktivitäten ein Ende aufzwang. Alle Unterlagen wurden vernichtet, ihr Vermögen wurde eingezogen.

1946 gab es in Schonungen wieder einen AWO – Ortsverein, organisatorisch eingegliedert im Kreisverband Schweinfurt – Land. Unter dem Vorsitzenden Arthur Elste begann eine gezielte Betreuung von Heimkehrern, Heimatvertriebenen und Kriegerwitwern. Franz Endres übernahm 1960 den Vorsitz, den er dann 50 Jahre bis 2010 inne hatte.

Bis 1970 war der Ortsverein abhängig vom Kreisverband. Mit der Gründung der Ortsvereine wurde eine Stärkung der Organisationsstruktur erreicht. Folgerichtig wählte 1970 der selbständige AWO – Ortsverein Schonungen eine Vorstandschaft mit eigener Kassenführung. Diese Veränderung brachte vielfältige Aktivitäten und eine ständige Mitgliedersteigerung. Hervorzuheben ist dabei die 3-wöchige Seniorenerholung im AWO – Stadtranderholungsheim „Jägerwiese“, die in den 70er Jahren unter Leitung von Katinka Spörlein und vielen ehrenamtlichen Helfern sehr preisgünstig durchgeführt wurde. Bis zu 50 Personen genossen bei bester Verpflegung täglich eine optimale Erholung.

Eine große Anerkennung der vorbildlichen offenen Sozialarbeit der Schonunger Arbeiterwohlfahrt erfolgte durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Franz Endres und Katinka Spörlein.

Die „Entwicklungshilfe Mali e.V.“, die Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika leistet, unterstützen wir seit Jahrzehnten. Hilfsmaßnahmen für Katastrophen- Hunger- und Kriegsgebiete werden von uns durch Geld- und Sachspenden unterstützt.

Jedes Jahr im Dezember findet die Weihnachtsfeier für alle älteren Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde statt. Eine große Bereicherung für den AWO – Ortsverein Schonungen ist der seit 40 Jahren bestehende Altenclub. Unter der jetzigen Leitung von Frau Magdalena Müller mit ihren Helferinnen und Helfern ist der Altenclub Mittelpunkt der Seniorenbetreuung. Vielfältige Aktivitäten werden im Club geboten. Treffpunkt ist jeden Mittwoch von 14.00 bis 17.00 Uhr. Hierzu sind natürlich auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Viele alleinstehende Bürger haben getreu unserem Motto „ Der Mensch braucht den Menschen“ in der harmonischen Gemeinschaft einen Ort der Geborgenheit gefunden.
In mehreren illustrierten Chronikbücher hat unser verstorbenes ‚Ehrenmitglied Franz May unvergessliche Erlebnisse einer frohen Gemeinschaft als bleibende Erinnerung festgehalten.

Franz Endres ist 2012 verstorben. Sein Einsatz ist uns Vorbild. Wir wollen seinem Bespiel folgen. Seit 2010 hat sein Sohn Helmut Endres den Vorsitz übernommen. Es werden weiterhin Ausflüge und Clubnachmittage stattfinden. Nach Katinka Spörlein leitet Magdalena Müller, wie erwähnt, bis heute den Seniorenclub. Nicht vergessen möchten wir Klaus Hochrein, in Schonungen nur „Onkel genannt, der uns seit vielen Jahren bei den Grill- und Federweisen Nachmittagen mit Bratwürsten und Wurst zum Selbstkostenpreis hervorragend verköstigt.
Im Landkreis Schweinfurt hat die AWO zwei Seniorenzentren in Schwebheim und Niederwerrn . Die AWO Schonungen konnte bei der Finanzierung mit einem Darlehen helfen. Dies war nur möglich, weil über lange Jahre fleißige Helfer zweimal im Jahr von Haus zu Haus gingen und sammelten. Durch das gute Sammelergebnis konnte auch ein Defibrillator für die Gemeinde gespendet werden. Die AWO sagt „Danke“ bei den Spendern und Sammler/innen.

Die Aufgaben haben sich in 90 Jahren nicht geändert. An oberster Stelle beklagt die AWO den Sozialabbau. Die Sozialberufe müssen aufgewertet werden. Die Alters- und Kinderarmut sind eine Schande für so ein reiches Land. Das Auseinanderdriften der Gesellschaft muss verhindert werden. Die AWO wird nicht ruhen, Ungerechtigkeiten anzusprechen, die seit 90 Jahren nicht weniger geworden sind. Leider haben wir noch keine gesicherte Bleibe. Der Seniorenclub ist nur vorläufig in einem Gebäude der Gemeinde zur Miete untergebracht. Wenn das Areal einmal verkauft wird, hoffen wir, mit Unterstützung der Gemeinde ein neues Zuhause zu finden.

Heute zählt der Ortsverein 100 Mitglieder und hat eine große Anzahl ehrenamtlicher Helfer. Die Schonunger Arbeiterwohlfahrt wird auch in Zukunft auf der Seite der Hilfsbedürftigen stehen. Ihre Betreuung, unabhängig von Parteien oder Religionszugehörigkeit, treu ihren Vorbildern, Gründern und Jubilaren weiterführen. Denn „Mensch sein heißt helfen.“

Am 18. Oktober 2014 feierte der AWO – Ortsverein sein 90jähriges Bestehen. Schirmherr war Landrat Florian Töpper, der. Festredner Prof. Dr. Thomas Beyer, der Landesvorsitzende der AWO Bayern.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“

Die Vorstandschaft.

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